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"Florasdorf" - Stadt trifft Dorf
Ausgangslage
Bebauungskonzept nördliches Areal
Bebauungskonzept südliches Areal
Grünraum- und Freiraumkonzept
 

Geschichte

 

An der 1872 fertig gestellten Österreichischen Nordwestbahn befand sich nördlich der Prager Straße der Bahnhof Jedlesee. Dieser Bahnhof war damals sowohl innerbetrieblich (in Bezug auf die benachbarten Betriebswerkstätten der Nordwestbahn) wie auch betrieblich (Erschließungsfunktion für den Zentralbereich von Floridsdorf) von besonderer Bedeutung.  

Nördlich der heutigen Lokomotivgasse befand sich die sogenannte Westbahnkolonie ("Koloniestraße") mit insgesamt acht Arbeiterwohnhäusern (zwei bestehend), zwei Beamtenwohnhäusern (Koloniestraße 48 bzw. 52/54 - bestehend) und einer zwischen ihnen gelegenen Restauration (Koloniestraße 50 - zwischenzeitlich abgerissen). Um 1900 lebten hier insgesamt 740 Personen. Der Straßenname "Lokomotivgasse" bezieht sich auf die heute östlich der Autobahntrasse gelegenen früheren Nordwestbahnwerkstätten, aus der die bekannte Wiener Lokomotivfabrik hervorging (heute Gewerbegebiet mit Einkaufszentrum).

Planausschnitt Bahnhof Jedlesee 1871
Planausschnitt Jedlesee 1871

Aufnahmegebäude Bahnhof "Jedlesee", errichtet 1870
Aufnahmegebäude Bahnhof Jedlesee,
errichtet 1870
(© Archiv Bezirksmuseum Floridsdorf)

Mit der Umnutzung der früheren Nordwestbahnbrücke über die Donau für eine Autobahntrasse (Nordautobahn) endete der verbliebene Streckenteil - ausgehend von der S-Bahn-Haltestelle Jedlersdorf, vorbei am früheren Bahnhof Jedlesee - an der Prager Straße und wurde kaum mehr verkehrlich genutzt. Frühere Lagerflächen südlich der Lokomotivgasse wurden in weiterer Folge kleingärtnerisch genutzt, das Aufnahmegebäude des Bahnhofs Jedlesee wurde 2003 abgetragen.

Mit der Autobahnverlängerung von der Prager Straße zur Brünner Straße im Jahr 2006 wurde schließlich auch das verbliebene Streckengleis endgültig abgetragen. Die ÖBB als Grundeigentümer, ungenutzte Bahndämme sowie die beiden Straßennamen "Lokomotivgasse" und "Koloniestraße" künden noch heute von der "Eisenbahnervergangenheit" dieses Areals.
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